Oder, weshalb es weder Anwalt noch Richter braucht
Die stärkste Berufsfraktion im Deutschen Bundestag sind traditionell die Juristinnen und Juristen (also Personen mit juristischem Hintergrund, insbesondere Volljuristen). Das gilt auch für die aktuellen Legislaturperioden.
Hintergrund:
- Der Beruf des Juristen (insbesondere Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt oder Verwaltungsjurist) ist stark vertreten, weil juristische Kenntnisse für die Gesetzgebung besonders relevant sind.
- Viele Politikerinnen und Politiker, insbesondere in den Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, haben ein Jurastudium absolviert.
Weitere stark vertretene Berufsgruppen:
Neben Juristen gibt es im Bundestag auch viele Mitglieder mit den folgenden beruflichen Hintergründen:
- Lehrer / Pädagogen
- Politikwissenschaftler / Sozialwissenschaftler
- Verwaltungsbeamte
- Kaufleute / Betriebswirte
- Ärzte
- Landwirte (vor allem in der CSU und teils CDU)
- Gewerkschafter (eher bei SPD und Linke)
Aber keine dieser Gruppen ist zahlenmäßig so beständig stark vertreten wie die Juristen.
Im System von Konsens.me wird das alte Rechtssystem (bzw. das klassische hierarchische und strafbasierte Rechtswesen) aus mehreren grundlegenden Gründen obsolet – also überflüssig oder überholt. Hier ist eine verständliche Erklärung dazu:
💡 Grundidee von Konsens.me:
Konsens.me basiert auf einem freiwilligen, kommunikativen und dezentralen System des Miteinanders, in dem Konflikte durch Transparenz, Gleichwertigkeit und Einvernehmen gelöst werden – nicht durch Zwang, Sanktionen oder Autorität.
🔍 Warum wird das alte Rechtssystem überflüssig?
1. Keine Fremdbestimmung mehr
Im traditionellen Rechtssystem:
- entscheidet eine Autorität (Richter, Staat) über Recht und Unrecht.
- Gesetze gelten unabhängig vom Einverständnis der Beteiligten.
In Konsens.me:
- gelten nur Vereinbarungen, die alle Beteiligten freiwillig geschlossen haben.
- niemand darf gegen seinen Willen verurteilt oder gezwungen werden.
Fazit: Wenn alle Vereinbarungen freiwillig und transparent getroffen werden, braucht es keinen Zwangsapparat zur Durchsetzung mehr.
2. Keine Bestrafung, sondern Klärung
Im alten System:
- steht im Mittelpunkt: Schuld, Strafe, Durchsetzung von Regeln.
In Konsens.me:
- steht im Mittelpunkt: Klärung, Verantwortung, Verständigung auf Augenhöhe.
Beispiel: Wenn ein Konflikt entsteht, wird nicht nach Schuldigen gesucht, sondern nach einer gemeinsamen Lösung, mit der alle leben können.
3. Jeder ist Experte seiner Wirklichkeit
Das klassische Rechtssystem unterstellt:
- Es gibt eine objektive Wahrheit, die ein Richter „finden“ kann.
Konsens.me erkennt:
- Wahrnehmung ist subjektiv.
- Es gibt keine absolute Wahrheit, sondern nur persönliche Wirklichkeiten, die kommuniziert werden müssen.
Deshalb braucht es keine Richter mehr, sondern verantwortliche Gesprächspartner.
4. Konfliktlösung ohne Hierarchie
Im alten Rechtssystem:
- gibt es klare Machtverhältnisse (Ankläger – Angeklagter, Richter – Parteien).
In Konsens.me:
- sind alle Beteiligten gleichwertig.
- Entscheidungen entstehen durch Einigung, nicht durch Urteil.
5. Transparente Kommunikation ersetzt Paragraphen
Gesetze sind oft:
- abstrakt, schwer verständlich, anonym geregelt.
Konsens.me setzt auf:
- offene, ehrliche, direkte Kommunikation,
- bei der jeder seine Sicht und seine Bedürfnisse einbringen darf.
🔄 Zusammenfassung:
Das alte Rechtssystem wird im Konsens.me obsolet, weil:
- es nicht auf Freiwilligkeit, sondern auf Zwang basiert,
- es Hierarchien aufrechterhält, statt Gleichwertigkeit zu leben,
- es Strafe und Schuld betont, statt Verantwortung und Beziehung,
- es über Menschen richtet, statt sie miteinander ins Gespräch zu bringen.
Im Konsens-System entsteht Gerechtigkeit nicht durch Urteil, sondern durch Verständigung.
Hier kommt ein anschauliches Beispiel, das zeigt, wie Konsens.me Konflikte löst, ohne dass das klassische Rechtssystem gebraucht wird:
🧱 Beispiel: Nachbarschaftskonflikt
Situation:
Anna wohnt in einer Wohnung über Ben. Abends hört Ben öfter Musik aus Annas Wohnung. Er fühlt sich gestört. Im klassischen System könnte er:
- Anzeige wegen Ruhestörung stellen,
- mit Abmahnung oder Polizei drohen,
- oder sogar klagen.
🧑⚖️ Im alten Rechtssystem:
- Ben fühlt sich als Opfer.
- Anna bekommt Druck von außen (z. B. Ordnungsamt).
- Es geht um Schuld, Beweise, Vorschriften.
- Eine dritte Instanz entscheidet, wer „Recht“ hat.
➡️ Ergebnis: Oft Streit, Verteidigungshaltung, keine echte Verständigung.
🤝 Im Konsens.me-System:
Ben öffnet ein Gespräch mit Anna – z. B. über eine Konsens.me-Plattform oder im echten Gespräch mit den Prinzipien von Konsens.
Er sagt nicht:
„Du bist schuld, dass ich nicht schlafen kann!“
Sondern:
„Ich habe abends manchmal Schwierigkeiten zur Ruhe zu kommen, wenn Musik durch die Decke dringt. Ich wünsche mir Ruhe, um schlafen zu können.“
Anna wird nicht beschuldigt, sondern bekommt Raum zu antworten:
„Mir war gar nicht bewusst, dass du das so laut hörst. Die Musik ist für mich ein Weg, um den Tag loszulassen.“
Nun entsteht ein Raum für Verständigung, statt eines Rechtsstreits. Die Frage ist:
„Wie können wir beide leben, ohne dass einer verzichten muss?“
🛠 Mögliche Lösung:
- Anna nutzt Kopfhörer ab 22 Uhr.
- Ben übergibt eine kleine Nachricht, falls es mal besonders laut ist.
- Beide haben einander als Menschen gesehen – statt als Gegner.
💡 Ergebnis:
- Keine Polizei, kein Gericht, kein Urteil.
- Keine Schuld, keine Scham.
- Stattdessen: Verantwortung, Beziehung, Respekt.
Fazit:
Im alten System hätte ein Urteil einen Rechtsfrieden geschaffen –
Im Konsens-System entsteht echter, sozialer Frieden.
Das alte Rechtssystem wird überflüssig, weil Menschen selbstbestimmt, gleichwertig und freiwillig Konflikte lösen – mit dem Willen zur Verständigung, nicht zur Durchsetzung.


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